Viele vom Land ziehen morgens die Stadtkleider an und quälen sich durch den Stau in die Städte.

Im Büro hören wir von den „städtischen“ Kolleginnen und Kollegen welche Events am Tag zuvor in der Stadt angeboten waren, in welchem Kaufhaus es am Samstag 20%Rabatt gab, welche Filme in den Kinos liefen, die bei uns vielleicht in zwei, drei Monaten gezeigt werden, was am Wochenende alles los sein wird.
Und dann geht’s wieder nach Hause.

Dorfkleider an, vom Hochdeutsch ins Hochdeutsch mit mehr oder weniger starkem Akzent ( bei uns Hochdeutsch mit Striemen – Steifen) eben die regional gefärbte Dorfsprache.
Was dann kommt ist Alltag, meist von klein auf eingeübt, gewohnt, meistens geschätzt, mit der Familie, vertrauten Menschen in der Straße, im Dorf.

Termine im Verein, dem Nachbarn helfen, Rasen mähen, Kaninchen füttern, das Gartentor streichen, Gartenabfälle zur Grünschnittdeponie, mit den Kindern ins Training fahren, beim Opa helfen die Reifen zu wechseln und….

Für viele ist das Leben auf dem Land, die Lebensart schlechthin, trotz der Abstriche, langer Wege, Verlust an Infrastruktur aus vielerlei Gründen. (Teilweise haben wir diese auch selbst mit verursacht!)
Leben auf dem Land ist durch „ererbte“ Beziehungen, familiäre Verflechtungen, erlernte Verpflichtungen, oft das eigene Haus, die eigenen Wiesen und Felder geprägt. Das Leben auf dem Land ist für viele von uns hierdurch besonders wertvoll.
Die quirlige Stadt, die ständig Bereite, das vielfältigen Angebote, kurze Wege mit vielen Möglichkeiten vor der Wohnungstür ist für viele Menschen die Lebensweise schlechthin. Im Regelfall auch weniger zu pflegende Verflechtungen, weniger anerzogene Verpflichtungen und selbst auferlegte Regeln, und oft weniger Umgang mit den Mitmenschen.

Jeder nach seinem Geschmack!
Ein gutes Leben auf dem Land!

Otmar Weber
Dorfglück

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