Die Dorfsau, die ich meine, braucht keinen Stall, man soll sie auch nicht verstecken, sie muss unter die Leute, zu jedem Fest, zu jeder Veranstaltung, sie sollte überall dabei sein, oft steht sie so im Mittelpunkt. So ein Sau zieht an, die Leute reden über ihr Dorf!, sie öffnet die Geldbeutel, man will sich ja nicht blamieren, sie braucht ständig Futter und sie frisst fast alles, sogar Papier und Metallstücke.

 

Die Sau bringt das Dorf ins Gespräch:

Was ist denn schon drin, wann wird sie denn geschlachtet, wie heißt sie denn, wie schwer ist sie den schon, was passiert den mit dem Inhalt, was wird damit gemacht, da sind bestimmt nur Knöpfe drin wie in der Kirche, so ein Unsinn, im Dorf wäre ja genug zu tun, man müsste eine Liste machen, was wir dann ……. ich hätte da eine Idee.

Sie braucht kein Planungsbüro, keine Dorfmoderation, keine Genehmigung, keine Versicherung, keine Ausschussvorlage, keinen Aktenordner zur Ablage der Nutzungsverordnung und sie muss nicht zum Tierarzt. 


                          Selbst ist ihr Dorf!