Viele ältere Dorfbewohner würden ja gerne mehr am Alltagsleben teilnehmen. Ins Dorf gehen, Bekannte treffen, sehen was sich im Dorf tut, was sich verändert, wo neue Leute zugezogen sind, sich in der Dorfmitte auf die Bank setzen, mal sehen, wen man trifft.

Vielen fällt das schwer, weil sich bei längeren Wegen plötzlich die Blase meldet und in den meisten Dörfern keine öffentlichen Toiletten vorhanden sind. Aus Angst vor dieser peinlichen Situation bleibt man lieber zu Hause. Bei Verwandten und guten Freunden darf man selbstverständlich fragen, ob man eben mal auf die Toilette gehen darf.

Bei anderen Dorfbewohnern traut man sich nicht. Es ist eben nicht üblich, „bei anderen Leuten“ auf die Toilette zu gehen. Die Lösung könnte sehr einfach sein: Wer nichts dagegen hat, dass jemand aus dem Dorf bei einem dringenden Bedürfnis die häusliche Toilette benutzt, zeigt dies mit einem Zeichen an der Haustür an – zum Beispiel einem kleinen roten Herzchen. Vorausgesetzt wird, dass dieses Signal  im Dorf allgemein bekannt wird.

Dorfentwicklung ist zum großen Teil die Weiterentwicklung des Gemeinwesens. Gerade kleine Orten sollten mehr ihre Stärken nutzen – und eine dieser Stärken besteht darin, dass man sich überwiegend persönlich kennt. Das ist das Ziel: Dörfliche Nähe für Gegenseitigkeit nutzen! 

Was für ein Dorfglück.